Geschichte

Der Name der Gemeinde und der Ortschaft Moosach geht auf den Bach „Moosach“ zurück - Ache die durch ein Moos fließt. Die Moosach entspringt aus sieben Quellen am Fuße des Berges auf dem die Wallfahrtskirche Maria Altenburg steht.

Moosach konnte im Jahre 1990 sein 1200-jähriges Bestehen feiern. Bereits 774 beurkundete man eine Schenkung von Besitz „ad Mosaha amne“ an Freising, hier ist aber wahrscheinlich der Fluss gemeint. Die erste urkundliche Erwähnung der Ortschaft Moosach stammt aus dem Jahre 790 . Damals übergaben ein Liupato und ein Hroadperht ihren gesamten Besitz in Moosach „in loco Mosacha“ dem Bistum Freising. Ab 1050 ist ein Ortsadel „de Mosaha“ verbürgt. Im 11. und 12. Jahrhundert besitzt das Kloster Ebersberg in Moosach eine Kirche, Wiesen, Weiden, Wälder und Mühlen.

Der zweitälteste Ort in unserer Gemeinde ist Berghofen, 818 wird er, ebenfalls im Zusammenhang mit einer Schenkung an Freising beurkundet. Von „Altenburch“ wird erstmals 1250 berichtet, hier stand einst eine Burg - nach einer Sage eine Raubritterburg - die vermutlich um 1120 nach Falkenberg verlegt wurde. Falkenberg war im 13. Jahrhundert ein herzoglicher Amtssitz. Das „erledigte Wappen der Grafschaft Valchenberch“ erhielt 1409 in einem Wappenbrief der heutige Markt Schwaben. Seit 1579 steht in Falkenberg ein Schloss, in dem sich bis Ende des letzten Jahrhunderts der Evangelische Missionsdienst der hauswirtschaftlichen Erziehung widmete.

Die Pfarrei Moosach wird 1315 erstmals erwähnt. Aus dem Jahre 1524 stammt der erste Nachweis der Pfarrkirche St. Bartholomäus in „Mosach“. Von der früheren Kirche stammt noch der gotische Sattelturm. Die Kirche wurde 1777 neu erbaut und 1951 erweitert. Die Wallfahrtskirche „Unserer lieben Frau in Altenburg“ wird im Jahre 1391 erstmals erwähnt. Die ursprünglich gotische Kirche wurde 1711 barockisiert, dann 1975 und 1993/94 restauriert. Die Wallfahrtskirche Maria Altenburg ist in der Münchner Bürgersaalkirche neben Anderen, als bedeutende bayerische Marienwallfahrtsstätte aufgeführt.

Eine Schule wird in Moosach 1694 erstmals erwähnt, dabei handelte es sich um die Pfarrschule in Altenburg. 1898 wurde das jetzige Schulhaus erbaut und 1958 erweitert.

Moosach war seit jeher ein bäuerliches Dorf, dem der Bach mit seinen zahlreichen Mühlen das Gepräge gab. Von den ehemals 8 Mühlen darunter Getreidemühlen, Sägemühlen, Hammerschmiede, Walk- bzw. Lohmühlen und ein Steinsägewerk existieren einige noch zur Stromerzeugung. Neben dem Kloster Ebersberg besaß auch das Kloster Tegernsee und die Hofmark Zinneberg unter den Pienzenauern Mühlen in Moosach.

Von 1894 bis 1971 war Moosach an die Nebenbahnlinie Grafing-Bahnhof - Glonn angeschlossen.

Neben der Ortschaft Moosach gehören noch die Orte Altenburg, Baumhau, Berghofen, Deinhofen, Falkenberg, Fürmoosen, Gutterstätt, Höglsteig, Nieder- und Oberseeon, Reit, Schartlhof und Schattenhofen zur Gemeinde.

Moosach liegt 529 m ü.N.N zwischen eiszeitlichen Jungendmoränen des Innvorlandgletschers im Landschaftsschutzgebiet „Steinsee, Doblbach, Brucker Moos und Umgebung“. Der Steinsee lockt im Sommer Tausende Badegäste und im Winter viele Eissportler. Für Wintersportler gibt es bei ausreichender Schneelage einen Skilift und gespurte Loipen. Weitere Ausflugsziele sind der unter Schutz stehende Kitzelsee und der Torso der ehemaligen 1000-jährigen Königseiche.

Die Gemeinde wird seit 1965 durch eine eigene Wasserversorgung versorgt und seit 1991 durch eine neue Abwasserbeseitigungsanlage im Trennsystem über eine vollbiologische Kläranlage entsorgt. Seit 1986 steht den Schülern und den Vereinen in Moosach eine Mehrzweckhalle für Sport und Festlichkeiten zur Verfügung. Neben dem 1991 in Altenburg eingerichteten BRK Kindergarten gibt es in Niederseeon auch einen Montessori Kindergarten mit Schule. In Moosach steht den Schülern auch ein Mittagsbetreuung zur Verfügung.

Mit den Buslinien 413 (Glonn – Höhenkirchen-Siegertsbrunn, 453 (Glonn – Zorneding) und 440, 441(Glonn – Grafing-Bahnhof) ist Moosach an den MVV angeschlossen.

In das weltweite Datennetzt kann man seit 2011 in Moosach mit einer Übertragungsrate von 1 Mbit/s – 50 Mbit/s surfen.

Die Anzahl der Einwohner hat sich auf derzeit ca. 1.500 erhöht.

Für die Gemeinde ist im Regionalplan eine organische Entwicklung vorgesehen.

Zusammengestellt und niedergeschrieben von Robert Bauer im Oktober 2014